Mein Yoga

„Alles kann erfahren werden. Mit jedem neuen Versuch entsteht neues, unvoreingenommenes Verstehen“

Was der weise Gelehrte Patañjali vor mehr als 2.000 Jahren über Yoga gesagt hat, gilt auch für meinen Yoga – ob Mama-/Papa-Baby-Yoga, Yoga am Abend, Kinderyoga, Familienyoga oder Business-Yoga vor, während oder nach der Arbeit:

Ich lade dich ein, dich zu spüren, zu erfahren und auszuprobieren, dich so wahrzunehmen  wie du jetzt in diesem Moment bist – ohne Wertung oder Erwartung, ohne Muster oder gewohnte Konzepte.

Die Essenz des Yoga ist der Kontakt mit dir.

Diese Verbindung mit uns selbst entfaltet sich jedes Mal, wenn wir die Matte ausrollen und uns auf die Praxis einlassen. Meine Yogastunden basieren auf der Tradition der Aṣtanga* Sādhana nach Dr. Swami Gitananda Giri (1907–1993), was so viel heißt wie „die achtgliedrige spirituelle Praxis“.

Gitananda war auch Arzt und Wissenschaftler. Er gründete 1967 das Yogainstitut ICYER (International Centre for Yoga Education and Research) in Kottakuppam, Süd-Indien, das bis heute bereits Tausende Yogalehrende im klassischen Haṭha Yoga ausgebildet hat, darunter auch meinen Lehrer Ananda Leone, bei dem ich meine vierjährige Ausbildung an der Yoga Akademie Berlin absolviert habe. Im Laufe meiner eigenen Yoga-Praxis sind Elemente weiterer Richtungen dazugekommen, um nur einige zu nennen:  Anusara Yoga, Vinyasa Yoga, Yin Yoga.

Ablauf der Aṣtanga* Sādhana:

  1. Mudrā – Ankommen
    Sanfter Einstieg, um auf der Matte anzukommen, den Alltag hinter sich zu lassen, den Körper und Atem wahrzunehmen. Erste kleine Bewegungsabläufe mobilisieren den Körper für die Yoga-Praxis.
  2. Puja – Einstiegsmeditation
    Einstimmung ins Thema der Stunde – z.B. Loslassen oder eines der Yoga-Grundprinzipien oder aber ein bestimmter Meridian oder Muskel oder Körperbereich – und Möglichkeit, den Geist auf dieses Thema zu fokussieren.
  3. Mantra – gemeinsamer Klang von OM
    Die Schwingungen von mantras zentrieren und beruhigen den Geist und schaffen ein Gefühl der Einheit. Wir tönen den Urklang OM – für Körper, Geist und Seele. Du bist herzlich eingeladen, mitzusingen oder einfach nur dem Klang zu lauschen.
  4. Kriyā – Koordination von Bewegung und Atmung
    In fließenden Bewegungsabläufen verbinden wir Atem und Bewegung miteinander, um uns aufzuwärmen und die Gelenke zu mobilisieren.
  5. Āsana – Körperstellung
    Wir üben Körperhaltungen wie Berg oder Baum, die uns Stabilität und Kraft schenken, Beweglichkeit verleihen und die Energiebahnen öffnen, so dass die Energie im ganzen Körper frei fließen kann. Ein āsana hat immer einen besonderen Fokus in der Stunde – wir bereiten es vor und gehen danach in ausgleichende Stellungen.
  6. Prāṇāyāma – Atemlenkung
    Hier nehmen wir unseren Atem wahr und vertiefen ihn mit verschiedenen Atemtechniken. Wird der Atem ruhiger, wird auch der Geist ruhiger.
  7. Niṣpanda – Entspannung
    Körper und Geist kommen im Liegen zur Ruhe – bei wachem Bewusstsein, also ohne dabei einzuschlafen. So können die vorangegangenen Übungen ihre Wirkung entfalten (mehr dazu in meinem Buch).
  8. Saṃyama – Abschlussmeditation
    Konzentrations- und Meditationstechniken führen uns in die Stille, bevor wir unsere Aufmerksamkeit wieder nach außen lenken.
    Zum Schluss tönen wir noch einmal OM, für die Einheit von Körper, Geist und Seele.

Also – mein Yoga lädt dich ein, innezuhalten und mit dir in Kontakt zu treten. Wenn wir unserem Innersten lauschen, lässt sich viel erfahren. Ein Innenleben, das keine Grenzen kennt, das weit größer ist als unser grobstofflicher Körper.

Und dieses höhere Potenzial ist in jedem von uns.

Erfahre, wie meine Yoginis und Yogis meine Yoga-Stunden erleben unter Stimmen meiner Teilnehmenden.

Nach dem OM ….

Ulrike Pape mit den Händen vor dem Herzen: für die Menschen im Raum
Die Hände in namaskar mudra vor dem Herzen: für die Menschen im Raum

 

*  Der Begriff Aṣtanga ist bitte nicht zu verwechseln mit dem modernen Aṣtanga-Yoga nach Krishna Pattabhi Jois (1915–2009), bei dem die āsanas in einer festgelegten Reihenfolge zu üben sind.